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Welche Tips wir euch geben können

Tip 20

Ein Doppelklick auf eine leere Fläche bringt euch immer wieder zur Auswahl zurück.

Manchmal ist es unumgänglich, gewässertes Heu zu verfüttern. Entweder ist Pferd Heuallergiker oder es leidet am Equinen metabolisches Syndron (EMS) so wie Sjöfn und ich, wo man den Kohlehydratgehalt im Heu durch Auswaschen der Kohlehydrate reduzieren muß. Im letzteren Fall muß man auch noch obendrein exakt die Heumenge kontrollieren, die verfüttert werden soll. Man kann sich jetzt ein großes Gefäß - am besten runde oder eckige Regenwassertonne - besorgen, die gewünschte Heumenge abwiegen, in die Tonne stopfen, das Wasser per Schlauch zugeben, alles schön zusammendrücken, damit auch alles naß wird, ziehen lassen, alles wieder rausholen, zum Abtropfen in große Wäschekörbe geben und danach alles in die Futterraufen verteilen. Wer große Mengen an gewässertem Heu braucht, kann sich zur Vereinfachung einen Gitterrost bauen, der an einem Flaschenzug über dem großen Becken hängt, so daß ein ganzer Heuballen mit Hilfe des Rostes in das Wasser abgelassen und zum Abtropfen wieder hochgezogen werden kann. Für Kleinmengen, die obendrein noch abgewogen werden müssen, ist das Ganze aus verschiedenen Gründen nicht so ideal:

  • Wer hat schon eine so große Balkenwaage, daß man eine oder zwei Scheiben Heu des Ballens ohne Probleme abwiegen kann. Spätestens wenn man eine Scheibe Heu zum Abwiegen des genauen Gewichtes zerteilen muß und nun loses, voluminöses Heu zu händeln hat, wird das Abwiegen bei einer kleinen Balkenwaage zum Ärgernis.
     
  • Bei losem Heu treten Transportverluste auf dem Weg von der Waage zum Wasserbottich auf.
     
  • Das lose Heu muß mühsam unter Wasser gedrückt werden und später zum Abtropfen in die Wäschekörbe gegeben werden. Falls letzteres auf Naturboden geschieht, entsteht schnell eine schlammige Fläche.
     
  • Auch abgetropftes nasses Heu verwandelt irgendwann Holzraufen in schimmelige und faulende Gebilde. Obendrein kann das nasse Heu vom Pferd leicht aus der Raufe herausbefördert werden. Je nach Bodenbeschaffenheit vermischt sich das nasse Heu dann mit Bodenpartikeln, die an nassem Heu natürlich leichter kleben bleiben wie bei trockenem Heu.

Stopft man das Heu zum Abwiegen in einen Sack, ein Heunetz oder ähnliches und hängt dieses Gebilde an eine Zeigerwaage, dann ist man gleich mal die ersten beide Probleme los. Dafür hat man ein Neues: Wie kommt Heu in Sack? Mit einer Hand den Sack oder das Heunetz halten und mit der anderen Hand das Heu reinstopfen, das gerät ganz schnell zur Nervenprobe, weil die Öffnung des Sackes oder des Netzes ständig zuklappt. Erste Möglichkeit: Man nehme so ein Gartenabfallbag aus Kunststoff mit eingelassenen Metallspiralen, die den Bag immer schön in seinem ganzen Durchmesser offen halten. Die Dinger haben obendrein zwei große Schlaufen, die sich bequem in den Haken an der Zeigerwaage einhängen lassen und auch zulassen, daß während des Wiegevorganges Heu hinzugefügt oder entnommen werden kann, um das gewünschte Gewicht zu erreichen. Schneidet man jetzt noch kleine Löcher in die Seitenwand und den Boden, kann man den ganzen Bag in den Wasserbottich drücken und später zum Abtropfen an einen Haken unter der Decke direkt über den Bottich hängen, womit dann auch das oben genannte Problem Nr. 3 vom Tisch wäre.

Um das vierte Problem zu lösen, müssen wir den Gartenabfallbag nun doch durch ein Heunetz ersetzen, das obendrein den Vorteil hat, daß die Pferde daraus langsamer an das Heu gelangen als im Falle der Futterraufe, was wichtig ist, wenn krankheitsbedingt die Pferde nur kleine Mengen an Heu bekommen dürfen, weil dadurch die Freßzeiten verlängert werden. Nur sind wir dann wieder bei dem Ausgangsproblem angelangt. Jetzt kommt die zweite Möglichkeit zum Zuge. Das geöffnete Heunetz wird in ein Kunststofffaß (am besten blaues Maischefaß) von geeignetem Durchmesser gehängt. Damit das Heunetz beim Befüllen nicht in das Wasserfaß rutscht, werden oben am Wasserfaß von außen drei oder vier Haken, Maschinenschrauben oder ähnliches mit Gewinden in gleichmäßigen Abständen angebracht, in welches die obersten Maschen des Heunetzes eingehängt werden. Dazu werden mit der Bohrmaschine und einem Metallbohrer (eignet sich am besten für Kunststoff) geeigneten Durchmessers Löcher in das Faß gebohrt, in welche die Haken oder Co. eingeführt werden. Erst kommt eine Mutter auf das Gewinde, wer will, zusätzlich ein Sprengring und eine große Unterlagsscheibe, dann wird das Gewinde von außen nach innen durch das gebohrte Loch geführt, nochmals eine Unterlagsscheine und ein Sprengring und dann wieder eine Mutter auf das Gewinde. Mutter und Sprengring können auch durch eine sich festfressende Mutter ersetzt werden. Das hebt und verhindert gleichzeitig ein Ausbrechen der gebohrten Löcher, wenn man mal an den Haken und Co. hängenbleiben sollte. Nach dem Befüllen wird das Heunetz herausgenommen und mit einer Masche an die Zeigerwaage gehängt. Ideal wäre es natürlich jetzt, wenn man eine so große Balkenwaage hätte, daß man das ganze Wasserfaß samt Heunetz auf die eine Seite darauf bekäme. Nach dem Abwiegen kommt das Heunetz wieder in den jetzt mit Wasser gefüllten Wasserbottich und wird später zum Abtropfen direkt über den Bottich gehängt. Nach dem Abtropfen kommt das Netz dann in die Box oder sonst wo hin, wo es hin soll.

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