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Tip 13

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Welches Pferd hat nicht in seinem Leben schon mal Kontakt mit Nichtsteroidalen Antiphlogistika (Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs, NSAIDs) z.B mit dem Wirkstoff Phenylbutazon, bekanntestes Produkt Equipalazone®, gemacht? Immer dann, wenn es galt Schmerz oder Entzündung zu bekämpfen, sei's bei einer Hufrollenentzündung, einer Krongelenksentzündung, einer Hufrehe oder degenerativen und meist entzündlichen Gelenksveränderungen. Zwei Probleme treten dann immer auf. Das kleinere ist die Bitterkeit des Wirkstoffes, die je nach Empfindlichkeit des jeweiligen Pferdes dem Halter einige Anstrengungen abverlangt, den Wirkstoff seinem Pferd unterzuschieben. Das größere Problem sind jedoch die schädigenden Nebenwirkungen von Phenylbutazon & Co. auf die Magenschleimhaut, den Verdauungstrakt und die Ausscheidungsorgane. Eine dauernde Gabe insbesondere bei chronischen Krankheiten scheidet damit aus. Laut unserem Tierarzt würde kein Pferd die Verabreichung über einen Zeitraum von zwei Jahren überleben. Jetzt gibt es eine Alternative ohne Nebenwirkungen. Das Gewürz Ingwer.

Schon die alten Chinesen zählten Ingwer (Zingiber officinale), die Wurzel der bereits vor 2000 Jahren bekannten schilfartigen Ingwerstaude, ebenso wie Gingseng zu den kaiserlichen Heilkräutern innerhalb ihrer Heilpflanzenhierarchie, die sich dadurch auszeichneten, daß beliebige Mengen ohne Nebenwirkungen zu sich genommen werden konnten. So soll auch Konfuzius täglich Ingwer zu sich genommen haben. Auch die Inder schätzten Ingwer als Heilkraut und Gewürz. Ab dem Mittelalter galt er in Europa als approbates Mittel bei Seekrankheit und bei Schwangerschaftsbeschwerden. So hat auch die sogenannte "Aufbereitungs- und Zulassungs-Kommission E" für phytotherapeutische Arzneimittel des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinalprodukte (BfArM) Ingwer positiv monographiert als pflanzliches Arzneimittel für Übelkeit und Erbrechen (antiemetische Wirkung). In einigen Ländern ist Ingwer auch als Aphrodisiakum bekannt. Beobachtet wurde auch die positive Wirkung des Ingwers auf das Herz-Kreislauf-System (Förderung der Blutzirkulation und Stärkung der Herzfunktionen). Unklar war bislang der Wirkungsmechanismus von Ingwer, kein Wunder, denn Ingwer enthält sehr viele verschiedene Inhaltsstoffe. Gewonnen aus dem großen, fleischigen Wurzelstock (Zingiberis rhizoma) enthält Ingwer neben den Mineralstoffen Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Phosphor u.a. die Vitamine B3 und B6 sowie die Vitaminoide Cholin und Inositol. Hinzu kommen proteolytische Enzyme und eine Reihe von ätherischen Ölen, darunter vor allem die Gingerole, die sog. Scharfstoffe. Vollständig sieht das dann so aus: 10-Gingerol , 8-Gingerol, 6-Gingerol, 8-Shogaol, 6-Shogaol, 1,8-Cineol, 10-Dehydrogingerdion, 6-Gingerdion, 8-β-17-Epoxy-λ-trans-12-en-15, 16-diol, 9-Oxo-Nerolidol, Acetaldehyd, Alanin, Essigsäure, α-Linolensäure, α-Phellandren, α-Pien, α-Terpineol, α-Zingiberen, ar-Curcumen, Arginin, Ascorbinsäure, β-Bisabolol, β-Carotin, β-Elemen, β-Eudesmol, β-Ionon, β-Myrcen, β-Phellandren, β-Pinen, β-Selinen, β-Sesquiphellandren, β-Sitosterol, β-Thujon, Bornylacetat, Kaffeesäure, Camphen, Kampher, Kaprinsäure, Kaprylsäure, Capsaicin, Caryophyllen, Chavicol, Chlorogensäure, Citral, Citronellal, Cumen, Curcumin, Cystin, Delphinidin, δ-Cadinen, Elemol, Ethylacetat, Ethylmyristat, Farnesal, Farnesen, Ferulinsäure, Furfural, γ-Aminobuttersäure, γ-Terpinen, Geranial, Geraniol, Geranylacetat, Gingerenon, Glutaminsäure, Glycin, Hexahydrocurcumin, Histidin, Isogingerenon-B, Isoleucin, Kaempferol, Lecithin, Limonen, Linolensäure, Methionin, Mufa, Myrecen, Myricetin, Myristinsäure, Neral, Nerol, Nerolidol, Niacin, Ölsäure, Oxalsäure, p-Coumarinsäure, p-Cymen, p-Hydroxybenzoesäure, Palmitinsäure, Panthotensäure, Paradol, Patchoulinsäure, Phenylalanin, Quercetin, Riboflavin, Shikiminsäure, Terpinen-4-ol, Thiamin, Tryptophan, Vanillinsäure, Vanillin und Zingeron. Genau für die Gingerole wurde der Wirkungsmechanismus anfang des 21. Jahrhunderts von australischen Wissenschaftlern jedoch entschlüsselt. In Experimenten stellten sie fest, daß die Verabreichung von Ingwer bei Ratten das Schmerzempfinden herabsetzt und entzündungshemmend wirkt und das auf eine Weise, wie es die bekannten Schmerz- und Entzündungsmittel auch tun: Die Gingerole docken an denselben Rezeptoren der Zelle an wie die bekannten pharmazeutischen Wirkstoffe und erreichen daher dieselbe Wirkung, nur eben ohne die schweren Nebenwirkungen. Von daher spricht nichts gegen einen Dauereinsatz bei chronischen Krankheiten.

Etliche Erfahrungsberichte über den Einsatz von Ingwer bei Pferden liegen zwischenzeitlich vor: In der Freizeit im Sattel, der Cavallo und in den Trakehner Heften wurde darüber berichtet. Im Internet findet sich unter www.pferdeglück.de quasi das Tagebuch einer Anwendung. Danach scheint Ingwer bei Pferden noch besser als bei Ratten zu wirken. Neben den schmerz- und entzündungshemmenden Wirkungen wurden weitere Wirkungen festgestellt: einige berichteten von positiven Auswirkungen auf Huf- und Fellbeschaffenheit, andere von verbesserter Verdauung, einer von verbesserten Blutwerten und einer wundersamen Heilung einer hoffnungslosen Leberfunktionsstörung, fast alle berichteten von positiven Auswirkungen auf die Lebens- und Bewegungslust insbesonderer älterer Pferde. Letztere schienen um Jahre jünger zu werden. Auch von einer antikarzinogenen (insb. Darmkrebs) und anthelministischen Wirkung bei Pferd ist die Rede.

Das alles war Grund genug, Ingwer an uns auszuprobieren, an Hvinur wegen seiner Arthrose, an Haukur weil er beim Reiten so (altersbedingt?) über die eigene Zehe stolpert, bei Sjöfn wegen des immer noch im Raum stehenden Verdachts einer Gleichbeinlahmheit, bei Garun wegen ihrer unerklärlichen Stoffwechselstörungen, die immer wieder zu atypischen Hufreheschüben führen, bei Skotti wegen der unregelmäßigen Konsistenz seiner Pferdeäpfel, die mit einer unregelmäßigen Verdauung im Zusammenhang zu stehen schien und was ihm machmal auch etwas seine Lust und Laune zu klauen schien, bei mir wegen meiner vielen Knochenaufreibungen und -verwachsungen, die ich mir in meinem langen Leben angelacht habe und die mir jetzt nach drei Jahrzehnten das Gehen schwer machen, und bei Sörli, weil er ansonsten einfach übrig geblieben wäre, was entschieden gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz unserer Streuobstwiesenverfassung verstoßen hätte. Und die Wirkungen: Hvinur hatte wegen seiner starken Arthrose (in den Sprunggelenken und im Schulterbereich) ja schon vieles erfolgreich in seinem Leben verabreicht bekommen: Arumalon, Methylsulphonylmethan, Gelatinepulver, Grünlippmuschelextrakt, Kieselsäure und auf diese Weise immerhin ein 30jähriges Leben geführt, nachdem ihm im einstelligen Lebensalter eröffnet worden war, daß er ein hoffnungsloser Fall sei. All die genannten Substanzen waren in ihrer Wirkung primär darauf gerichtet, die betroffenen Gelenke zu reparieren und zu erhalten. Nur von Methylsulphonylmethan sind entzündungshemmende Sekundärwirkungen bekannt. Ebenso von dem Grünlippmuschelextrakt, der neben der Hauptkomponente Glukosaminglykane auch Omega-3-Fettsäuren beinhaltet, welche die Bildung von Prostaglandinen, die wiederum für Entzündungen im Gelenksbereich mitverantwortlich sind, verhindern. All diese Mittel hatten immer eine positive bis überwältigende Wirkung gezeigt, jedoch im Laufe der Jahre eine gewisse Abnutzungstendenz aufgewiesen. Mein Boß führte das weniger auf einen Gewöhnungsprozeß des Körpers zurück als vielmehr auf ein altersbedingtes Fortschreiten der Arthrose. Die Veränderungen in den Gelenken waren einfach zu weit fortgeschritten, als daß sie noch repariert hätten werden können. Entzündung und Schmerz standen nun im Vordergrund und reduzierten Hvinur's Beweglichkeit. Wer bewegt sich schon gern mit Schmerzen in den Gelenken. Mein Boß nickt, hat nämlich eine Hüftgelenksarthrose. Sein Heilmittel sind wir. Wir zwingen ihn zu ständiger Bewegung, sei's beim Reiten oder Versorgen. Doch zurück bevor ich in alter Sitte wieder mal gänzlich abschweife. Hvinur wirkte nach einigen Tagen Ingwer deutlich bewegungslustiger. Er bewegte sich von sich aus weitaus mehr und er bewegte sich deutlich besser. Und er zeigte wesentlich mehr Interesse am Geschehen auf der Streuobstwiese. Und das blieb so bei dauernder Ingwergabe bis zu seinem Tode einige Wochen später, der uns deshalb so vor den Kopf stieß, weil er nicht nur so plötzlich und unerwartet kam, sondern auch noch zu einem Zeitpunkt, wo es Hvinur so gut ging. Skotti wachte mit der Verabreichung von Ingwer unübersehbar aus seiner Lustlosigkeit auf. Er war plötzlich wieder da und hing nicht mehr abwesend in der Ecke herum. Irgendetwas muß ihm im wahrsten Sinn des Wortes auf dem Magen gelegen haben. Es war jetzt entweder nicht mehr da oder wurde durch die Wirkung des Ingwers überspielt. Haukur wurde beim Reiten ein anderes Pferd. Stolpern geriet wieder zur Ausnahme und war nicht mehr die Regel. Auch er begann in seinem ganzen Verhalten sowas wie aufzublühen. Sjöfn's Therapieplan für ihre leichte Gleichbeinlahmheit besteht ja aus Bewegung und Schmerzmittel oder Schmerzmittel und Bewegung sowie möglichst viel Wärme zur Erhöhung der Durchblutung. Sie ist ja so ein Fall, wo ein Tierarzt sagt, dann geben sie ihr halt noch für zwei Jahre Schmerzmittel, wenn es schlimmer wird. Seit Sjöfn Ingwer bekommt, hat sie jedenfalls kein Gramm Phenylbutazon mehr bekommen. Die Wirkung bei Garun ist naturgemäß schwer zu beurteilen. Das bei den älteren Pferden beobachtbare Aufblühen war bei den jüngeren Pferden nicht so feststellbar, aber das ist ja auch natürlich, wo die jüngeren altersbedingt einfach grundsätzlich munterer sind. Normalerweise hat sie nach jedem Reheschub außer den üblichen Spritzen noch für einige Zeit Equipalazone erhalten. Das letzte Mal reagierte sie jedoch so gut auf die Spritzen, daß der Tierarzt darauf verzichtete. Mein Boß gab ihr daraufhin Ingwer. Aber es fehlt halt der Vergleichswert. Auf jeden Fall hatte sie keine wiederholte Rückfälle wie vor zwei Jahren, wo wir verzweifelt um sie kämpfen mußten. Zu behaupten, daß das am Ingwer liegt, wäre Spekulation. Ich für meinen Teil wurde wesentlich beweglicher. Man konnte mich manchmal traben und abundzu sogar galoppieren sehen, jedenfalls deutlich mehr traben als zuvor und galoppieren war quasi ein Novum. Einmal ging ich sogar ein Wettrennen mit Sörli ein, was meinen Boß mit runterhängendem Kiefer dastehen ließ. Jetzt im Winter hat sich trotz Ingwer die Lage wieder verschlechtert. Erstens bewege ich mich ohne Weidegang wie im Sommer einfach weniger, was mir nicht so gut bekommt, zweitens macht die Kälte alten Knochen viel mehr zu schaffen und drittens haben mich meine Gewächse im Kniebereich etwas übel zugerichtet, was mit Bewegungseinschränkungen verbunden sein könnte. Hier bleibt das Frühjahr und die Weide abzuwarten, um beurteilen zu können, ob der Ingwer greift. Und Sörli? Eigentlich hatte Sörli ja nichts. Aber auch er wurde munterer, interessierter und als unser Sensibelchen ruhiger und gefaßter. Jedenfalls waren die Wirkungen derart, daß niemand den Entschluß faßte, die Ingwerverabreichung wieder abzusetzen und so ist es bis heute geblieben. Inzwischen sind schon ca. 15 kg Ingwer in unseren Mägen verschwunden, ganz genau weiß ich das nicht, denn von dem bezogenen Ingwer ging auch einiges in Menschenmägen, die Chefin z.B. schluckt es regelmäßig mit Begeisterung gegen ihre Knochenschmerzen und ihre Verdauungsprobleme und andere uns bekannte Zweibeiner haben uns das eine oder andere Kilopaket abgeluchst. Obendrein essen wir den scharfen Ingwer entgegen aller Erwartungen mit derartiger Begeisterung (Ingwer ist geil, nicht etwa Geiz !!!), daß niemand es wagen würde, uns wieder den Ingwer wegzunehmen. Pferde scheinen generell Scharfes zu lieben, mögen wir doch auch so gern den gepfefferten Gemüsesaft. Übrigens hat auch der Scharfstoff des Pfeffers, Capsaicin genannt, schmerz- und entzündungshemmende Wirkung, die dafür erforderliche Dosis wirkt jedoch im Gegensatz zum Ingwer zerstörend auf die Schleimhäute.

Wenn ihr es auch mal probieren wollt - bitte nur bei mit dem Tierarzt abgeklärter Diagnose und nicht nach dem Motto "Pferd lahmt, geben wir ihm mal Ingwer" -, dann solltet ihr bei der Verabreichung von Ingwer folgendes beachten:

  • Woher nehmen und nicht stehlen? Gemahlener Ingwer aus dem Supermarkt um die Ecke empfiehlt sich nicht: zu teuer, meist abgelagert und ohne Deklaration des Gingerole-Gehaltes. Letzterer ist jedoch wichtig, um die richtige Dosierung schnell herauszufinden und auch beibehalten zu können. Je nach Anbaugebiet (China, Indien, Australien, Afrika) und Erntebeschaffenheit schwankt der Gingerole-Gehalt zwischen 1 und 3%, so daß die erforderliche Dosis an Ingwer in Gramm auch schwankt. Idealerweise sollte man afrikanischen Ingwer beziehen, der einen Gingerole-Gehalt von 2,5% selten unterschreitet. Der Ingwer sollte möglichst frisch sein, da die Gingerole sich bei Lagerung in weniger wirksame Substanzen umwandeln. Größe Vorräte an Ingwer sollten deshalb luftdicht verpackt, kühl und trocken aufbewahrt werden. Frisch gemahlener Ingwer mit deklariertem Gingerole-Gehalt bezieht man am besten direkt von einer Gewürzmühle.
     
  • Es gibt Pferde, die auf Ingwer geradezu wild sind und solche, die igittigitt sagen. Daher anfangs langsam anfüttern, etwa mit 1 Gramm auf 0,5 kg Hafer, am besten gequetscht und angefeuchtet. Bei problematischen Pferden könnt ihr Karotten- oder Apfelstücke daruntermischen oder das Anfeuchten gleich mit einer geschmacksträchtigeren Flüssigkeit als Wasser z.B. Fruchtsaft, Gemüsesaft vornehmen. Dosis dann langsam steigern, bis die Endmenge erreicht ist. Als supergut hat sich bei uns das Untermischen des Ingwers in eingeweichte Graspellets erwiesen. Ebenfalls empfohlen: Ingwer mit Sonnenblumenöl oder Leinöl vermischen und dann über das gewohnte Futter geben.
     
  • Welche Dosis an Ingwer soll man geben? Empfohlen werden 3g Ingwer auf 100kg Lebendgewicht bei einem Gingerole-Gehalt von etwa 2,5%, also 15g Ingwer für ein 500kg schweres Pferd. Zum Herausfinden der exakten Dosis kann folgendes Verfahren dienen: Beim Anfüttern solange die Dosis erhöhen, bis die theoretische Dosis (3g pro 100kg Gewicht) erreicht ist, dann mindestens zwei Tage abwarten, ob eine Wirkung eintritt (Ingwer wirkt erst zwei Tage nach Verabreichung der wirksamen Dosis, eine Unterdosierung verpufft vollständig), wenn ja, Dosis beibehalten, wenn nein, Dosis in Zwei-Tagesschritten um jeweils weitere 3g Ingwer solange erhöhen, bis eine Wirkung zu beobachten ist. Die größte Dosis, die bislang für ein Pferd benötigt worden sein soll, soll 25g betragen haben. Wenn das Pferd bisher z.B. auf Phenylbutazon reagiert hat, muß es auch auf Ingwer reagieren, da der Wirkungsmechanismus identisch ist. Die so gefundene Mindestdosis sollte dann um 20% erhöht werden, um Empfindlichkeitsschwankungen beim Pferd zu kompensieren. Innerhalb des ersten Fütterungsmonates kann eine gewisse Gewöhnung an den Ingwer stattfindet, die eine nochmalige Erhöhung der Dosis um 20% erforderlich machen kann. Eine Verteilung der Dosis auf mehrere Mahlzeiten empfiehlt sich bei Pferden, die bei der Aufnahme von Ingwer ihre Probleme damit haben.
     
  • Bei akuten Entzündungen wird die Ingwergabe solange beibehalten, bis die Entzündung ausgeheilt ist. Bei chronischen Entzündungen, die z.B. bei degenerativen Veränderungen in den Gelenken älterer Pferde entstehen, wird die wirksame Dosis dem jeweiligen Befinden des Patienten angepaßt. Generell wird empfohlen, älteren Pferden unabhängig von einem zu behandelten Problem eine halbe Wirkdosis dauerhaft zu geben. Die genannten Vorteile: dünneres Blut und damit verbesserte Fließeigenschaften des Blutes, (nur bei höheren Dosen) Hemmung der Thromboxan-Synthese (Tromboxan wird in den Thrombozyten erzeugt und dient der Adhäsion der Thrombozyten an der Gefäßwand und der Förderung die Gefäßkontraktion) durch Inaktivierung des Enzyms Cyclooxigenase, schnellere Heilungen auch in den schlechter durchbluteten Extremitäten, abnehmende Thrombosenneigung, Beine laufen weniger an, Entlastung des Kreislaufes, Erleichterung beim Fellwechsel, Anregung des Stoffwechsels, Förderung der Verdauung. Aus eigener Erfahrung würde ich noch Verminderung der Wetterfühligkeit hinzufügen. Gerade ältere Pferde reagieren stark auf plötzliche Barometeranstiege und vor allem -stürze, wie wie sie in der letzten Zeit in starkem Maße aufgetreten sind. Vielleicht hilft der Ingwer ja, die eine oder andere Krampfkolik zu vermeiden. Schließlich stand da auch mal unter Wirkungen von Ingwer Aktivierung der Darmperistaltik.
     

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