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Gewußt wie! - Basiswissen für den Pferdehalter

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Daß Karotten uns Pferden schmecken, ist nicht neu, daß Karotten wegen dem hohen Gehalt an ß-Karotin sowie anderer wichtiger Spurenelemente auch gesund sind, ist auch nicht neu, daß Karottensuppe bei Kleinkindern Durchfall stoppt, ist ebenfalls nicht neu, aber warum letzteres so ist, war bislang unbekannt. Jetzt haben Erlanger und Wiener Forscher gemeinsam des Rätsels Lösung entschlüsselt und die läßt die Karottenfütterung für Pferde in einem neuen Lichte erscheinen.

Durchfall entsteht, wenn die verursachender Erreger (z.B. Coli Bakterien, Salmonellen oder Rotaviren) den Darm besiedeln und bestimmte Giftstoffe freisetzen. Dazu müssen Bakterien an bestimmten Oberflächenstrukturen (Rezeptoren) der Darmwand andocken (Adhärenz), wozu sie sich einiger weniger Kohlehydrate als Haftmoleküle bedienen. Gelingt es, diese Anbindung der Bakterien an der Darmwand zu verhindern, kann Durchfall vermieden bzw. bereits vorhandener zum Abklingen gebracht werden, ohne Antibiotika einsetzen zu müssen, deren Einsatz neben der Gefahr der Resistenzbildung auch die Schädigung der für die Darmflora wichtigen Keime beinhaltet.

Was hat das nun alles mit unseren so wohlschmeckenden Karotten zu tun? Ganz einfach, das wirksamste Kohlenhydrat, das die Andockstellen Durchfall verursachender Bakterien besetzen kann, fand sich in der Karotte. Es sind so genannte Oligogalakturonsäuren, welche die von den Bakterien angesteuerten Rezeptoren (GAL-1-4) besetzen können. Bereits Konzentrationen von 0,005 Prozent können Bakterien in ihrer Haftung vollständig blockieren. Das Dumme ist nur, daß erst die thermische Aufspaltung der Moleküle sie aktiv macht. Deshalb auch die als altes Hausmittel bekannte Wirkung der lang gekochten Karottensuppe. Es reicht also nicht aus, rohe Karotten zu verfüttern, um den beschriebenen Effekt zu erzielen. Und auf Karottensuppe sind wir auch nicht so scharf. Nun gibt es auf dem Markt mittels Wärme dehydrierte Karotten-Pellets. Der Hersteller wirbt nun nicht nur mit der besseren Lagerfähigkeit der Karotten-Pellets und der besseren Verfügbarkeit der Inhaltsstoffe durch Zusatz von Pflanzenöl im Vergleich zur Frischmöhre, sondern auch mit dem oben beschriebenen Wirkungsmechanismus gegen Durchfall. Wer also Probleme mit Durchfall bei seinen Pferden hat, der könnte es ja mal ausprobieren, ob es wirkt. Und wer es erst gar nicht bis zum Durchfall kommen lassen möchte, der könnte die Karotten-Pellets ja mal vorbeugend verabreichen. Schaden kann es jedenfalls dem Pferd nicht, höchstens dem Geldbeutel. Mit einer Ausnahme: Keine Karotten egal welcher Art an Pferde verfüttern, welche am Equinen Metabolischem Syndrom (EMS) erkrankt sind, weil diese wegen der Insulinresistenz möglichst wenig Kohlehydrate zur Verfügung gestellt bekommen müssen.

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