Achtung: Zur vollständigen Darstellung und Funktionalität dieser Seite empfiehlt es sich, in Deinem Browser JavaScript zu aktivieren und die Seite dann neu zu laden.
 
Banner
Home   Wir Isis Über uns Aktuelles Links Dies & Das   Suchen

Infos/Tips auf, unter, um und ums Pferd herum

Nachgefragt - Schnellzugriff auf bestimmte Themen

Ihr möchtet gern ...

Ein Doppelklick auf eine leere Fläche bringt euch immer wieder zur Auswahl zurück.

 
Das ist kein leichtes, aber ein unausweichliches Thema. Irgendwann, hoffentlich erst nach vielen Jahren glücklichen Zusammenseins, bedingt durch Alter, Krankheit oder Unfall, steht jeder Halter eines Pferdes vor der folgenden Situation: Die unsterbliche Seele des vierbeinigen Freundes hat sich über die Regenbogenbrücke aufgemacht zur ewigen Weide, zurückgeblieben ist ihre irdische Hülle, die der Halter in Erinnerung und Dankbarkeit an und voller Respekt vor seinem Freund nun gerne "versorgt" haben möchte. Aus seuchenrechtlichen Gründen verlangt der Gesetzgeber eine schnelle Beseitigung des Körpers. Standardmäßig ist hierfür die Tierkörperbeseitigungsanstalt(TBA) zuständig. Sie holt auf Anruf den Körper ab und verarbeitet ihn zusammen mit anderen tierischen Abfällen zu Tiermehl und Tierfett. Ersteres wird seit dem verstärkten Auftreten von BSE nicht mehr an Tiere verfüttert sondern verbrannt, letzteres in der Industrie weiterverarbeitet z.B. zu Schmiermittel oder Kosmetika. Angesichts der vorausgegangenen Sätze stellt sich für manchen Halter die Frage nach Alternativen zur TBA, die da lauten Begräbnis oder Einäscherung. Grundsätzlich ist ein Begraben des toten Pferdes auf dem eigenen Grundstück unter der Voraussetzung einer Bedeckung mit mindestens 50 Zentimeter Erde möglich, falls die Gemeindeordnung nichts anderes vorsieht, was sie allerdings häufig tut. Verbleibt nur ein Begräbnis auf einem Tierfriedhof, die es für kleinere Haustiere wie Katze und Hund zahlreich aber für Pferde schon deutlich seltener gibt, so daß der tote Freund am Ende doch nur mehr oder weniger weit entfernt in fremder Erde liegt. Die zweite Alternative ist die Einäscherung des Pferdes in einem Krematorium. Da ein Pferd einen recht großen Körper hat, scheiden die meisten Krematorien schon allein aus diesem Grund aus, wenn man an einer Einäscherung im Ganzen und nicht erst nach vorheriger Zerteilung interessiert ist. Übrig bleiben:

    Dot Die Firma Atopet (06321/483826) aus Neustadt an der Weinstrasse transportiert mittels Kühlfahrzeug tote Pferde in ein Tierkrematorium in der Nähe von Brüssel, das nach eigenen Angaben das einzigste in Europa sei, das Großpferde unzerteilt verbrennen kann. Es kann zwischen Einzel- und Sammeleinäscherung gewählt werden. Im ersten Fall kann die Asche in einer Urne zugestellt werden. Wird dies nicht gewünscht oder im Falle der Sammeleinäscherung, wird die Asche verstreut. Preise werden getrennt nach Einäscherungsform, gefahrenen Kilometern und evtl. zuzüglich Urne in Rechnung gestellt.
     
    DotDer Tierfriedhof Beyer (02161/664710 oder 02833/572525) in Nordrhein-Westfalen ist in der Lage, zumindest Kleinpferde als Ganzes zu verbrennen. Auch hier ist Einzel- und Sammeleinäscherung möglich. Im ersten Fall kann die Asche in einer Urne auf dem Tierfriedhof begraben werden oder man kann sich die Urne zuschicken lassen. Kosten fallen für die jeweilige Einäscherungsform, die gefahrenen Kilometer (100 km in den Einäscherungskosten enthalten), evtl. für die Urne und das Urnengrab an.

Gerade billig ist die Einäscherung nicht. Ein vierstelliger Eurobetrag ist da schnell drin. Und es stellt sich die Frage, ob man diesen Betrag seinem Freund nicht besser zu Lebzeiten zukommen lassen sollte. Der Gedanke an die oben beschriebene Verarbeitung des Tierkörpers durch die TBA begeistert keinen von uns. Nur das, was unseren Freund einmal ausgemacht hat, ist nicht mehr in diesem Körper. Und zeugt nicht die gefühlte Dankbarkeit und die gelebte Erinnerung an unseren Freund von mehr Respekt als das Verbrennen des Körpers? Und braucht man unbedingt einen Platz, wo dieser Körper vergraben ist, um zu trauern? Wenn ja, dann kann man auch symbolisch eine Haarsträhne vergraben. Als Hvinur und Skotti gestorben sind, standen wir an diesem Punkte. Und wir haben beschlossen, die beide einfach in uns weiterleben zu lassen. Und so vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Gespräch der folgenden Art stattfindet: Hey, weißt Du noch wie Skotti ohne Sattel aber mit meinem Boß diesen Weg mal runtergestürmt ist, nur so, so zum Spaß an der Freud. Und Hvinur nur noch mit großen Augen hinterhergeschaut hat, so nach dem Motto "Da renn ich aber nicht hinterher, viel zu anstrengend, aber hinterher brüll ich mal. Der kann mich schließlich hier nicht einfach allein in der Pampa zurücklassen". Und für nicht Vergessene braucht man kein Grab. Aber diese Entscheidung muß jeder Pferdehalter ganz allein für sich treffen.

Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer
 Nach obenZurück