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Infos/Tips auf, unter, um und ums Pferd herum

Gewußt wie! - Basiswissen für den Pferdehalter

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Kaum zu glauben. Es ist noch gar nicht lange her, daß ich die Seite über BSE verzapft habe, und jetzt brüte ich oder besser gesagt, habe ich gebrütet, über eine entsprechende Seite bezüglich MKS. Dumme Frage: Was kommt morgen? Irgendwas ist oberfaul auf dieser Erdkugel. Aber machen wir es wie fast alle: Augen zu und durch. Ist ja so bequem. Und ein großer Zweibeiner mit einem noch größerem Amt hat es ja auch gerade klar auf den Punkt gebracht: Okonomie vor Ökologie. Da kann einem ja der Hut hochgehen. Aber zurück zur Maul- und Klauenseuche.

Das Wichtigste zuerst: Pferde können an der Maul- und Klauenseuche (MKS) nicht erkranken. Die MKS befällt wie der Name schon sagt ausschließlich Klauentiere wie Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Wild etc. Also auch nicht unsere Hunde- und Katzenfreunde. Höhere Instanzen kann es in seltenen Fällen mit einer abgeschwächten Verlaufsform erwischen. Ob dabei die Exemplare besonders gefährdet sind, welche von ihren Artgenossen allzu häufig mit bestimmten Haustiernamen belegt worden sind, ist noch unerforscht.

Da aber alle Lebewesen neben Luft, Fahrzeuge, Gerätschaften, Viehfutter und bestimmte Nahrungsmittel der Zweibeiner (Milch, Käse und Wurst), egal ob sie an dem verantwortlichen Virus erkranken können oder nicht, denselben passiv übertragen können, stellt sich natürlich die Frage, ob bei Auftreten der Seuche indirekt durch die von Behörden und so getroffenen Maßnahmen Gefahr von der MKS für unserein ausgeht. Steht doch mancher von uns auf einem Bauernhof, auf dem auch Klauentiere gehalten werden. Oder in dessen Nähe, so daß die Pferdehaltung im Falle eines Falles in den Sperrbezirk (ca. 20 km im Umkreis des betroffenen Hofes) fällt, wenn es den Bauernhof erwischen sollte. Was passiert dann mit uns? Mit welchen Konsequenzen ist dann für uns und unsere höheren Instanzen zu rechnen? Wieder das Wichtigste zuerst: Pferde sind von Tötungen nicht betroffen. So die Zeitschrift Freizeit im Sattel nach Recherchen beim Bundesministerium für Landwirtschaft, der Bundesärztekammer in Bonn und beim Kreisveterinäramt in Vechta (Niedersachen), wo es 2001 den ersten Verdachtsfall der neueren Zeit in Deutschland gab (FS 4/2001 S.20). Womit jedoch gerechnet werden muß, sind Einschränkungen bei der Bewegungsfreiheit und die Duldung von Schutzmaßnahmen. Und die betreffen sowohl uns als auch unsere höhere Instanzen. Da es bislang keine bundeseinheitliche Regelung gibt, ist offen, womit im Einzelfall zu rechnen ist. In Betracht kommen jedoch

  • Bewegungsverbote, d.h. also kein Ausritt und auch kein Spazierengehen mehr für uns

  • Transportverbote, d.h. kein Verbringen eines Pferdes auf ein Turnier, einen Wanderritt, zu einem neuen Besitzer etc. Offen: medizinisch begründeter Transport in eine Pferdeklinik innerhalb und außerhalb des Sperrbezirks

  • Verwahrungsgebote, d.h. Aufstallen der Pferde, Hunde und Katzen müssen im Hause bleiben

    Weidegang bei ausschließlich robust gehalteten Pferden soll erlaubt sein, wenn die Weide ausbruchsicher eingezäunt ist und alle angrenzenden Wege und Straßen gesperrt sind. Da wird es aber dann noch einige Diskussionen geben, was ausbruchsicher eingezäunt oder angrenzend bedeutet.

  • Duldung von Desinfektionsmaßnahmen an Stallungen, Fahrzeugen, Gerätschaften, Zubehör und Kleidung der höheren Instanzen.

  • Genehmigungspflicht für den Zugang zum Hof/Pferdehaltung und der Benutzung gesperrter Straßen

    Notwendige Besuche von höheren Instanzen zur Versorgung (Pflege, Fütterung) von uns werden möglicherweise mit Sondererlaubnis und Auflagen (z.B. Anfahrt/Abfahrt nur über eine bestimmte Desinfektionsstelle) verbunden sein. Tierärzten und Hufschmieden soll bei Erfordernis auch der Zugang erlaubt sein.

Zusammengefaßt: Wir und die höheren Instanzen müssen mit Einschränkungen rechnen, aber unsere Versorgung sollte gesichert sein. So der Stand der Dinge vor dem Ausbruch der Seuche. Wie das nach einem Ausbruch aussieht, ist vielleicht ein ganz anderes Thema. Wie sagen die Zweibeiner in einer solchen Situation: Ich hab schon Pferde kotzen gesehen.

Im Hinblick auf die so unheimlich leichte Übertragbarkeit der MKS gilt bei Auftreten der Seuche die dringende Empfehlung, auf jegliche Pferdetransporte, Turnierbesuche, Teilnahmen an Wander- und Distanzritten, Pferdeschauen, Pferdemärkte etc. zu verzichten, sofern die Veranstaltungen nicht abgesagt wurden. Eine weitere Maßnahme, die Pferdehalter ergreifen können, ist die Sicherung von Futtermittel, die Mäuse, Ratten und Vögel anziehen und so als Kontaminationsstelle dienen können.

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