Achtung: Zur vollständigen Darstellung und Funktionalität dieser Seite empfiehlt es sich, in Deinem Browser JavaScript zu aktivieren und die Seite dann neu zu laden.
 
Home   Über uns Allg. Tips Aktuelles Links Dies und Das   Suchen

Wir Isis

Der Paßgang

Überall in der Welt gibt es Pferde, die Paß gehen. Schon immer gab es in verschiedenen Gebieten der Erde, und das ist auch heute noch so, mehr Paß gehende als trabende Pferde. Insbesondere in Zeiten, als das Pferd als Transportmittel und als Reisepferd gebraucht wurde, waren die bequemen, Paß gehenden Pferde sehr beliebt. Als im 17. Jahrhundert vermehrt Postkutschen eingesetzt wurden, verlor der Passer an Bedeutung, und der Traber wurde bevorzugt, da sich dieser durch die diagonale Bewegung besser für das Geschirr eignete.

Unter Paß gehenden Pferden faßt man alle Pferde zusammen, die sich in einer Gangart fortbewegen können, bei der die beide Beine einer Seite weitgehend zur gleichen Zeit abfußen, vorschwingen, auffußen und stützen. Der Paß kann in den schnellen Paß, den Rennpaß, und den langsamen, den Reisepaß, unterteilt werden. Der langsame Paß der Reisepferde ist meistens ein gebrochener Paß, bei dem das Hinterbein deutlich vor dem Vorderbein auffußt, und das Pferd nicht von dem Beinpaar der einen Seite auf das der anderen Seite springt, sondern immer den Kontakt mit dem Boden hält. Dabei geht das Pferd, eigentlich schon keinen Paß mehr, sondern Tölt.

Im Paß springt das Pferd von einem lateralen Beinpaar auf das andere. Dies ist die vereinfachte Definition der Gangart Paß. Diese Fußfolge bedingt einen Zweitakt mit vier Phasen. Betrachtet man die Bewegung des Pferdes genau, stellt man fest, daß das Hinterbein kurz vor dem Vorderbein der gleichen Seite auffußt und demnach das Vorderbein erst kurz nach dem Hinterbein wieder abfußt. Bei der genauen Darstellung entstehen acht Phasen. Trotzdem kann man nach wie vor von einem Zweitakt sprechen, da die Unterbrechung der Lateralen nur gering ist und akustisch nicht wahrgenommen werden kann.

Phasenfolge1Phasenfolge2 Phasenfolge3Phasenfolge4 Abb.: Phasenfolge im Paß

Die Länge der Sprungphase hängt in erster Linie von der Geschwindigkeit ab. Zum anderen wird die Länge der Sprungphase dadurch bestimmt, wie stark die laterale Bewegung unterbrochen wird. Pferde, die aufgrund von Veranlagung, Exterieur, Reitstil, Bodenbeschaffenheit oder Beschlag einen großen Zwischenraum zwischen dem Auffußen von Hinter- und Vorderbein haben, laufen meist mit kurzer Sprungphase. Diese Pferde neigen dazu, leicht vom Paß in den Tölt umzuwechseln, indem sie die Sprungphase durch eine diagonale Stütze ersetzen. Dies entsteht dadurch, daß die Hinterhand der auffußenden Seite den Boden schon berührt hat, bevor die Vorhand der abfußenden Seite ihn verlassen hat. Der Vorteil dieser Pferde ist, daß sie nicht zu leicht in den Galopp umspringen, im Gegensatz zu denen mit ziemlich reinem Zweitakt und deutlicher Sprungphase.

Spacer Spacer Spacer Spacer Spacer